Wege aus der Depression 
Die erste Adresse bei Depressionen liefert viele Antworten zum Thema Depression:
- Was ist eine Depression?
- Wer behandelt Depressionen?
- Behandlung - Wer behandelt mich wie?
- Welche Formen von Depressionen gibt es?
- Was können die Ursachen einer Depression sein?
Desweiteren haben Sie auch die Möglichkeit Fragen zu stellen.
Wenn Dysmorphophobie Depressionen auslöst 
Das äußere Erscheinungsbild wird im 21. Jahrhundert immer wichtiger. Schönheit entscheidet zu einem nicht unerheblichen Teil über gesellschaftliche Anerkennung und Erfolg im Berufsleben. Der Druck wächst - und kann bisweilen psychische Folgen haben. So weisen immer mehr vor allem junge Menschen Symptome einer Dysmorphophobie, sprich einer Körperbildstörung auf.
Dysmorphophobe Menschen stören sich übermäßig an kleinen körperlichen Makel oder sehen schreckliche Schönheitsfehler, wo gar keine sind. Am häufigsten hadern sie mit Körperteilen wie Gesicht oder Kopf - beispielsweise mit Hautproblemen, einer zu großen Nase, abstehenden Ohren oder vermeintlich asymmetrischen Gesichtszügen. Nicht verwechselt werden darf die Erkrankung mit übertriebener Eitelkeit. Die Patienten leiden tatsächlich unter schweren Zwangsgedanken und Depressionen.
Auslöser der Erkrankung können neben dem gesellschaftlichen Druck ein geringes Selbstbewusstsein, Mobbing oder eine Störung des Hormonhaushalts sein. Die Betroffenen fühlen sich unverhältnismäßig unattraktiv und fürchten sich vor Zurückweisung. Nicht selten kommt es zu einem totalen soziale Rückzug, Angst vor Sexualität, Selbsthass und Selbsttötungsgedanken.
Nur wenige Patienten finden den Mut, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen - zu groß sind Angst und Scham. Dabei gibt es durchaus Hilfe. So zeigt der verhaltentherapeutische Ansatz gute Erfolge. Unterstützend kann zudem eine medikamentöse Behandlung mit Antidepressiva sein.
Kein Mittel gegen Dysmorphophobie hingegen sind Schönheitsoperationen. Wer sich krankhaft entstellt fühlt, wird auch nach einem entsprechenden Eingriff wieder Makel an sich finden. Seriöse Schönheitschirurgen lehnen die Behandlung von Patienten, die unter einer Dysmorphophobie leiden, deshalb in der Regel ab.
Depressionsforschung: StudienteilnehmerInnen gesucht 
In einer klinischen Studie im Bereich Depressionsforschung wird der Einfluss von Genen sowie deren Zusammenhang mit Blutmarkern auf das Therapieansprechen mittels Magnetresonanztomographie untersucht. Gesucht werden Frauen und Männer im Alter von 18 bis 45 Jahren, die derzeit unter einer Depression leiden und an einer medikamentösen Therapie mit einem handelsüblichen Antidepressivum sowie einer engmaschigen begleitenden ärztlichen Behandlung interessiert sind. Sie sollten sich derzeit keiner medikamentösen oder psychotherapeutischen Behandlung unterziehen. Wenn Sie Interesse haben, an dieser Studie teilzunehmen, und damit österreichische Forschung im Bereich Depression unterstützen wollen, kontaktieren Sie das Forschungsteam von Ass.Prof. Priv.Doz. Dr. Lukas Pezawas telefonisch (01 40400 3837) oder per Email (indem Sie hier klicken), damit wir Sie für ein unverbindliches und beratendes ärztliches Gespräch an der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, AKH Wien kontaktieren können.
Transkranielle Magnetstimulation (TMS) kann bei schweren Depressionen helfen 
Es gibt neue Hoffnung für Patienten mit schweren Depressionen, die mit Medikamenten nur unzureichend behandelt werden können. Transkranielle Magnetstimulationstherapie (TMS) kann dazu beitragen, den außer Kontrolle geratenen Hirnstoffwechsel wieder in die richtigen Bahnen zu lenken. Dabei handelt es sich um ein völlig neuartiges, nebenwirkungsfreies Therapiekonzept.
Bei depressiven Patienten stellen Ärzte häufig eine Unterfunktion des linken frontalen Hirnlappens fest. Mithilfe von TMS werden durch elektrisch erzeugte Magnetfelder, die durch die Schädeldecke zum betroffenen Hirnareal vordringen, die Nervenzellen im Stirnlappen angeregt. Nach der Anwendung kann es vorkommen, dass die Patienten vorübergehend einen leichten Kopfschmerz verspüren. Mit einer Sitzung erreichen rund 2.000 Reizimpulse die Gehirnzellen. Um einen tatsächlich spürbaren Effekt zu erzeugen, müssen die Anwendungen allerdings wiederholt werden. Empfehlenswert sind mindestens zehn Behandlungen in Folge.
Den Wissenschaftlern zufolge beruht der Erfolg von TMS keineswegs - wie zunächst angenommen - auf einem Placeboeffekt. Dies zeigte unter anderem eine Studie an 190 Patienten. Bei der Hälfte von ihnen wurde der linke präfrontale Kortex drei Wochen lang täglich knapp 38 Minuten stimuliert. Die übrigen Teilnehmer erhielten lediglich eine Behandlung mit einem ähnlich aussehenden Gerät, das keine Impulse erzeugte. Mithilfe der Stimulation verbesserte sich die depressive Symptomatik bei 14 Prozent der Teilnehmer, durch das Scheinverfahren dagegen nur bei fünf Prozent. Bei jedem zwölften Patienten könne TMS die Symptome sogar ganz beseitigen, berichten die Mediziner der Universität von South Carolina in der Zeitschrift "Archives of General Psychiatry".
Ob die Magnetstimulationstherapie wirklich einen Durchbruch für die Behandlung von Depressionen bedeutet, muss noch weiter erforscht werden. Zahlreiche Mediziner allerdings halten die Methode für vielversprechend und hoffen, dass TMS bald zu einem etablierten Verfahren weiterentwickelt wird.
Neues psychotherapeutisches Konzept bei chronischen Depressionen erfolgreich 
Kurzzeitige depressive Phasen kennt fast jeder von uns. Im Gegensatz dazu dauern Depressionen mit
chronischem Verlauf mindestens zwei Jahre lang an. Die Betroffenen sind
meist stark psychosozial beeinträchtigt und kommen aus ihrem emotionalen Tief nur sehr schwer heraus. Häufig – in rund 70 bis 80 Prozent aller Fälle – sind frühkindliche Traumata die Auslöser der chronischen Depression.
Die Ursachen sind allerdings komplex miteinander verquickt und die
Erkrankung so oftmals nur schwierig therapierbar. Klassische
Psychotherapien wie die interpersonelle Psychotherapie (IPT) oder die Tiefenpsychotherapie zeigen oftmals nur unzureichende Wirkung.
In den USA werden Patienten mit chronischen Depressionen
nun immer häufiger nach dem CBASP-Modell (Cognitive Behavioral Analysis
System of Psychotherapy) behandelt. Erste Studien zeigen: Die neue
Therapieform ist vielversprechend. Das CBASP-Modell wurde speziell für
Patienten mit chronischen Depressionen entwickelt und
vereint kognitive, verhaltenstherapeutischen und interpersonellen
Elemente. Ziel der Behandlung ist es, dass die Patienten wieder neue
Beziehungen erlernen und ein Bewusstsein dafür entwickeln, welche
Konsequenzen ihr Verhalten beim Gegenüber auslöst. Zusätzlich soll der
Umgang mit Angst auslösenden Reizen geübt werden, ohne dass die
Patienten dabei die üblichen Vermeidungstaktiken anwenden.
Die erste Studie zur Wirksamkeit des CBASP-Ansatzes
wurde erstmals im Jahr 2000 belegt. Die Wissenschaftler verzeichneten
eine Erfolgsrate von rund 85 Prozent bei den Patienten, die mit einer
Kombination aus CBASP und medikamentöser Therapie behandelt wurden.
Einer jüngeren Pilotstudie zufolge liegt die Erfolgsquote von CBASP
knapp dreimal so hoch wie bei der interpersonellen Psychotherapie.
Aufgrund der guten Ergebnisse laufen derzeit mehrere größere Studien in
Deutschland, die den Effekt des CBASP-Ansatzes sowohl bei stationären
als auch ambulanten Patienten untersuchen. Vermutlich wird CBASP in
Zukunft auch in Deutschland vermehrt zum Einsatz kommen. Vorträge und Schulungen sollen das Konzept unter Ärzten bekannter machen.